Gift & Galle

WZ Artikel

 

Kaldenkirchen: origineller literarisch-musikalischer Abend

von Joachim Burghardt
Patricia Vohwinkel und Stephan Peters beeindrucken mit ihrem Programm „Gift und Galle“ im Quartier Latin.
Einen schaurig-netten Nikolaus-Abend der ungewöhnlichen Art boten Patricia Vohwinkel und Stephan Peters am Sonntag in Kaldenkirchen. (Foto: Kurt Lübke)

Kaldenkirchen. Ein frisches Blutgetränk gefällig? Bitte sehr: Man nehme drei Schlägertypen, die dummerweise Nikolaus Stephan und seine Dämon-Dogge überfallen, bringe ihre Leichen zur Hexe Patricia mit dem Blutkessel– und genieße hinterher das fertige Produkt in der Kaldenkirchener Kneipe Quartier Latin.

So geschehen am Sonntagabend beim etwas anderen Nikolaus-Abend unter dem Motto „Gift und Galle“: Da servierte Patricia höchstpersönlich diese Drinks, während Stephan grinsend daneben stand. Und grinsten nicht auch die Schädel auf dem Tisch?

„Ich bin schön“, sagte Patricia Vohwinkel. Zu recht: Schön, begehrenswert stand sie da in ihrem engen, blutroten Samtkleid, provozierte „diese angenehme Erregung“. Fügte hinzu: „Und ich bin böse.“ Leider auch zu recht: Abgrundtief böse dieser Vamp mit dem Engelsgesicht, der unschuldige Frauen quält, in den Wahnsinn treibt, von „sadistischen Köstlichkeiten“ schwärmt.

Eindringlich las, nein erzählte, ja spielte sie die makabre Geschichte „Agnes Dei“ aus ihrem Buch „Nachblut – Blutnacht“. Ein Erlebnis, sprachlich auf hohem Niveau, teils bewusst nostalgisch formuliert („tumb“) wie einst E.T.A. Hoffmann.

Die Zuhörer – nicht alle Tische in der liebevoll-unheimlich dekorierten Kneipe waren voll besetzt – starrten gebannt vor sich hin, zwischendurch zaghafte Blicke auf die schöne böse Frau vorm schwarzen Vorhang. Ein schaurig-netter, origineller literarisch-musikalischer Abend im Quartier Latin.

Melancholischer Jazz mit Uli Lindberg (Gitarre) und Jürgen Hütze (Saxophon). Stephan Peters, mit Hut und orangenem Schal geschmückt, ließ in den Geschichten aus seinem Buch „Aschermittwoch“ den Horror, das blanke Entsetzen Gestalt annehmen.

Beschwor diese Nikolausnacht, in der drei Schläger ihr Blut für einen Drink ließen, den Patricia in der Pause servierte. Nein, nach Blut schmeckte der rote Trank nicht. Eher nach Bittermandeln. Aber hatte nicht Patricia eben noch vom Giftmord an einer Katze geschwärmt?

 

 

“Wer sind „Gift und Galle?“

Antwort:

Patricia Vohwinkel (www.elchtod.de), eine der bekanntesten deutschen Krimi-Autorinnen.

Ebenso hübsch wie durchtrieben.

Auf offener Bühne bringt sie schon mal Stephan Peters um, den die Presse gerne (und übertrieben),

den deutschen Stephen King nennt.

Unser aktuelles Programm heißt:

„Wenn Frauen hassen! Männer in den Wechseljahren – und andere Katastrophen!“

Es sind schwarzhumorige Kurzkrimis, die mit Sound untermalt werden. Manchmal sogar mit Live-Musikern (Saxophon/Gitarre). Wir besorgen Totenköpfe, Grablichter, Nebel und sonstigen Grusel-Schnickschnack. Wir erstellen kostenlos Flyer, Poster und Eintrittskarten für unsere Mini-Show und sorgen für die Pressearbeit.

In der Pause gibt es einen kostenlosen „Blutcocktail“. Dauer des Programms – Pause incl.: circa 2 Stunden.

Jeder von uns hat für seine Bücher und Hör-CDs kleinere Preise bekommen, wir waren oft im

Fernsehen oder im Radio. Manchmal auch im Knast …

Also: Fans von Miss Marple und Alfred Hitchcock liegen bei uns richtig!

Man kann uns alles vorwerfen, nur keine Langeweile!

Über das gewiss nicht allzu hohe Honorar, konnten wir uns bis jetzt mit jedem einigen.

 

_

Kritik der

Rheinischen Post über „Gift & Galle“

 

 

 

 

                Foto: Christian Scherber

Wann: 20.02.2011, 17:00 Uhr ⁄

Wo: T-Bar, Kölner Tor 3,

40625 Düsseldorf
Vorverkauf /Abendkasse: 5 Euro ⁄

Erscheinen auf eigene Gefahr!!!

 

Wir liefern jedem Veranstalter dieses Werbeplakat

mit der aktuellen Adresse, Eintritt und Uhrzeit!